Wir alle hadern von Zeit zu Zeit mit unserem Aussehen, unserem Gewicht oder ganz allgemein mit unserer Gesundheit. Die heutige Zeit ist geprägt von Wissenschaft, Analyse und dem Versuch, vieles zu kontrollieren. So ist es Gang und Gäbe, detailliert Buch zu führen, was man wann und in welcher Menge zu sich genommen hat. Nahrungsergänzungsmittel boomen. Jeder, der etwas auf sich hält, trinkt grüne Smoothies und nach dem Training einen Proteindrink.

Besonders Kraft- und Ausdauersportarten erfordern gewissenhafte Ernährung. Nach dem Training lechzt unser Körper nach den Bausteinen, die während des Sports verbraucht worden sind.

Man ist sich einig, dass Protein ein Schlüssel sportlicher Ernährung ist. So wird empfohlen, um Muskeln auf- und Fett abzubauen täglich 2 Gramm Protein zu sich zu nehmen. Bei einem Körpergewicht von achtzig Kilogramm entspricht dies satten 160 Gramm puren Proteins, einer ganzen Menge also – Das entspricht etwas mehr als drei Hühnerbrüsten oder 300 Gramm Rinderentrecôte.

Daneben sollte natürlich möglichst auf Kohlehydrate verzichtet werden, ausser schnelle Energie wird benötigt, wie zum Beispiel vor einem Training: Viele Sportler essen eine Portion Spaghetti bevor sie richtig loslegen müssen, zum Beispiel an einem Wettkampf.

Und genau hier sollte man vermehrt ansetzen: Die Ernährung vor dem Training ist nämlich mindestens genauso wichtig wie jene nach dem Training. So wird nämlich, gerade bei unerfahreneren Menschen, gerne überkompensiert: Für leichtere Kardiosessions, zum Beispiel, ist keine grosse Zufuhr von Sportgetränken notwendig, dies fügt dem Körper unnötige Kohlenhydrate zu, die man ja eigentlich, zusammen mit Fett, abbauen möchte. Es würde also ausreichen, einen Kaffee zu trinken, um den Organismus in Schwung zu bekommen. Ebenfalls hilft eine Portion Proteine, respektive, die darin enthaltenen Aminosäuren, die Muskeln auf die Aufbauarbeit vorzubereiten und sie gewissermassen empfänglicher zu machen, ebenfalls regenerieren Muskeln, die vor dem Training bereits ausreichend mit Protein versorgt wurden, schneller.

Einige Sportler setzen auch darauf, vor dem Training für einige Stunden zu fasten oder nüchtern zu trainieren. Das ist aber nur bedingt zu empfehlen: So wird zwar besonders das hartnäckige Fettpölsterchen hier und dort angegriffen, wenn der Glykogenspeicher aber ausgeschöpft ist, werden bei leerem Magen die Muskelmasse schneller angezapft: Der Körper ist dann in einem Notzustand.

Klare Do’s sind also: Protein! In jeder Form und so viel wie möglich – pflanzlich, in Form von Proteinpulver, Eier oder Fleisch, alles geht!

Wasser: Klar, der Energiebaustein Nummer eins sollte oft zu sich genommen werden. Doch Achtung: man kann pro Viertelstunde maximal 3 Deziliter verarbeiten.

Kaffee: Sehr gut um sich einen Kick vor dem Training zu holen.

Kohlenhydrate: Gezielt eingesetzt, sind sie sehr wertvoll.

Don’ts sind dann alles, was zu viel Zucker beinhaltet, was zu viele Kohlenhydrate zum falschen Zeitpunkt bedeutet und was zu chemisch ist.

Auch die Ernährung als Sportler sollte Spass machen: Man soll auf seinen Körper hören und nicht nur Verzicht üben, denn wenn die Lust Überhand gewinnt, ist auch wochenlanges Aufpassen für die Katze.