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Warum benutzen wir einen Fitnesstracker?

Smartphones sind überall, fast jeder hat eins. Kleine Computer haben aber nicht nur in Form von Mobiltelefonen Einzug gehalten. Ebenso benutzen viele Leute ein Gerät am Armband, dass den Körper überwachen soll. Monitoren kann man Schlaf, Herzfrequenz, Anzahl der Schritte. Das alles kann man sich in einer App darstellen lassen, GPS-getrackt und mit Wetterdaten verknüpft.

Während die einen eine glorreiche Zeit voraussagen, haben andere bereits in den Abgesang eingestimmt. Was ist Sache? Nützliches Zubehör oder überbewerte Spielerei? Und vor allem: Braucht es das?

Angefangen hat alles ganz klein: Vor ein paar Jahren gab es zum ersten Mal erschwingliche Pulsmesser. Man band sich einen Brustgurt um, das Gerät zeichnete den Herzschlag auf. Fortan wusste man darüber Bescheid, wie hoch der Puls maximal anstieg und wie der Mittelwert aussieht. Sehr basic!

Als ich meinen ersten Pulsmesser kaufte, konnte der immerhin schon auswerten, wieviele Kalorien ich während einer Session verbrannte, wenn ich Geschlecht, Grösse, Alter und Gewicht angab. Das rechnete er zusammen und jeden Sonntag bekam ich «Post» auf die Uhr, worin mir gesagt wurde, wie viele Kalorien ich denn extra verbrannte.

Wie immer bei technischen Geräten ist der Fortschritt rasant und die Technologiesprünge sind dramatisch. Die namhaften Hersteller haben ausgefeilte Geräte im Standardsortiment, die neben Pulsmessfunktionen eine GPS-Sonde eingebaut haben, viele Geräte weisen auch den Weg, das heisst, man kann auch im dichtesten Wald joggen gehen, ohne dass man von der bösen Grossmutter verspiesen wird. Gerade auch für Mountainbiker bieten sich diese GPS-Lösungen an, da, crowd-basiert, verschiedene Routen hochgeladen werden, die man dann mittels dieser Geräte abfahren kann.

Um die Eingangsfrage zu beantworten: Nein, man braucht eigentlich solche Geräte nicht. Man kann trainieren und sogar abnehmen, ohne den Körper genau zu vermessen. Unser heutiges Zeitalter, in dem man fast alles von fast allen weiss, ist es nur logisch, dass wir über unseren Körper auch möglichst genau Bescheid wissen wollen. Ein Elektroauto sagt voraus, wie weit die Batterie noch reicht, ein Smartphone kann mir auch genau sagen, wann ich von der Welt abgehängt werde. Nur unser kostbarstes Gut, unseren eigenen Körper haben wir noch nicht komplett unter Kontrolle. Mit den neuesten Wearables kann man den Schlaf vermessen, man zählt die Schritte, der Kalorienverbrauch wird ermittelt. Man wird ermahnt, wann man zu lange am Schreibtisch sass und eine Bewegungspause braucht. Schöne neue Welt! Zugegeben: Ich benutze auch die Schrittzählfunktion meines Telefons – Ich schaue jeden Tag, ob ich die «vorgeschriebenen» zehntausend Schritte geschafft habe. Wie überall im Leben, kommt es auf das Mass an, man sollte es nicht übertreiben, totale Kontrolle ist unnötig, unsere Vorfahren wussten schliesslich auch nicht, was jede einzelne Zelle während des Tages tat. Für Interessierte sind die Geräte aber sicherlich eine tolle Investition.

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Fit werden – mit kleinen Anpassungen im Tagesablauf

Eigentlich würden Sie gerne: mehr Sport treiben, gesünder essen, etwas abnehmen. Aber die Zeit fehlt. Oder der Wille. Oder der Mumm. Kennen Sie das?

Dabei ist es gar nicht so kompliziert. Wir verraten Ihnen ein paar Tricks, wie Sie mit ein paar Anpassungen in Ihrem Tagesablauf und etwas Geduld fit werden.

Mehr Bewegung

Fahren Sie mit dem Auto zur Arbeit? Lassen Sie es stehen! Nehmen Sie stattdessen ein öffentliches Verkehrsmittel. Bis zur Haltestelle gehen Sie zu Fuß, bei Wind und Wetter. Steigen Sie hin und wieder eine Station später zu, bzw. früher aus. Oder fahren Sie mit dem Rad. Nur schon 15 Minuten Bewegung an der frischen Luft haben eine positive Wirkung auf Gemüt und Kreislauf.

Besteigen Sie bei jeder Gelegenheit gedankenverloren den Aufzug? Lassen Sie ihn links liegen und steigen Sie die Treppen hoch. Auch mit Einkaufstaschen. Ihr Bewegungsapparat dankt es Ihnen: kräftige Beine, stärkeres Herz. Gratis dazu: die Bewunderung jener, die vor dem Lift warten. Ebenso sinnvoll: Rolltreppen beiseitelassen und über die Treppe an den anderen vorbei steigen.

Sie sitzen im Büro? Stehen Sie beim Telefonieren auf, machen Sie Kniebeugen! Ihr Kollege spricht mit Ihnen? Stehen Sie während des Gesprächs auf. Der Bürostuhl eignet sich übrigens gut für Nacken-, Rücken- und Bauchtraining. Der Neid Ihrer Kollegen ist Ihnen sicher!

Gestalten Sie Ihre Mittagspause um: gönnen Sie sich drei Mal in der Woche eine lange Mittagspause zum Schwimmen, Spazieren, Tennis spielen oder Joggen. Allein oder mit Kollegen.

Am Abend wollen Sie auf keinen Fall auf Ihren Krimi verzichten? Kein Problem! Doch Ihr Sofa kann warten: machen Sie vor dem Fernseher Gymnastik: Kniebeugen, Liegestützen, Ausfallschritte, stemmen Sie Bücher oder Wasserflaschen, hüpfen Sie über den zusammengerollten Teppich. Sie grinsen? Genau das werden Sie auch, wenn Sie das drei bis vier Mal in der Woche machen.

Weniger Zucker, weniger Fett, mehr Ballaststoffe

Lassen Sie den Zucker weg. Kaffee ohne Zucker schmeckt scheußlich? Dann lassen Sie den Kaffee auch weg! Limonaden sowieso. Ersetzen Sie diese Suchtmittel durch viel Wasser, verdünnte Fruchtsäfte und Früchte- und Kräutertees. Winters wie Sommers. Spielen Sie mit exotischen Zutaten: Ginseng oder Zimt, Limonen oder Orangen, Pfefferminzblätter im Fruchtsaft, heißer Apfelsaft mit Zimt. Lassen Sie Ihre Fantasie spielen. Das Ausprobieren, die bunten Farben und die Geschmackseindrücke beleben Ihr Gemüt und ganz nebenbei entschlacken Sie Ihren Körper.

Fett ist ein Geschmacksträger – deshalb lieben wir es so! Das nützt die Nahrungsmittelindustrie schamlos aus und wir fallen prompt darauf herein. Seien Sie klüger: ersetzen Sie Pizza, Hamburger und Kumpanen durch Ihr selbst gerichtetes Vollkornbrot mit Fisch, grilliertem Hähnchen oder Gemüse, Mozzarella und Salaten. Richten Sie sich am Abend einen leckeren Salat aus Nudeln, Kartoffeln, Reis, Bohnen und Gemüse und nehmen ihn am nächsten Morgen mit zur Arbeit. Vermeiden Sie frittierte Lebensmittel und Fertigprodukte – sie enthalten allerhand Zutaten, die unser Körper nicht braucht und deshalb vorsorglich dort deponiert, wo es uns stört.

Ausprobieren gilt. Wir versprechen: wenn Sie alle diese Tipps in Ihren Tagesablauf einbauen, werden Sie schon nach zwei Wochen eine positive Veränderung spüren.

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